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Politik und Gesellschaft
 
Fr, 24.11.2017, 19.00 Uhr, RW 21, Black Box, Richard-Wagner-Str. 21, 95444 Bayreuth
 
 Die Fremde
 Ein Monolog nach Maria Kuncewiczowa
 
 Der Roman "Die Fremde" gilt als eines der komplexesten und bewegenden Frauenbildnisse der polnischen Literatur. Die Schauspielerin Joanna Stanecka hat ihn als Monolog für die Bühne arrangiert.

Das Werk erzählt vom Leben einer Emigrantin, die in der Fremde ihre Identität sucht und sich von ihrem Anderssein befreien will. Doch letztlich grenzt sie sich von der Realität und ihren Mitmenschen ab. Gerade heute, wo Millionen in die "Fremde" flüchten, entwickelt der Stoff eine mahnende Brisanz. Und zwar indem er über den individuellen Fall einer Frau, einer Flüchtigen, einer Emigrantin und Immigrantin berichtet, die ihr ganzes Leben gegen das Gefühl des Ausgrenzens kämpft.

Zum Inhalt: Die musikalisch hochbegabte, aus Polen stammende Rosa lebt bis zu ihrem 16. Geburtstag in Russland. Hier ist und bleibt sie immer die "Polaczka" - die Polin. Sie zieht nach Warschau, doch kommt nie richtig an: Hier kennzeichnen sie ihr russischer Akzent, eine andere Mentalität und ihr dunkler Teint als Fremde. Dennoch schlägt sie Wurzeln, verliebt sich unglücklich, heiratet dann einen anderen Mann, bekommt zwei Kinder. Ihr Mann zeigt kein Interesse an ihrem musikalischen Talent. Rosa trifft die Entscheidung, sich zu rächen: an Polen, an Russland und an den Männern. Bald wird aus der ambitionierten Künstlerin und leidenschaftlichen, hübschen Frau ein zänkischer, verbitterter Mensch. Rosa verliert sich in Verzweiflung. Ihr Leben lang suchte sie nach ihrer Identität und bleibt sich doch fremd.

Die Schauspielerin Joanna Stanecka ist gebürtige Polin, die in Deutschland lebt. Sie hat Erfahrung als Fremde in einem unbekannten Land gesammelt. Mit diesen biografischen Berührungspunkten beschreibt ihre Fassung von "Die Fremde " das Leben als Ausländerin damals und heute ebenso wie das Trauma einer Trennung, die Beziehung einer Mutter zu einem Sohn und einer Tochter und die Liebe.

Im Anschluss an die Inszenierung besteht die Möglichkeit zur Diskussion.
 
Rezitator: Joanna Stanecka, Schauspielerin
Kosten: Eintritt frei, Spenden erwünscht
Hinweis: Die Veranstaltung wird unterstützt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie Leben".
Kooperation: Deutsch-Polnischer Kulturverein e.V.
  
 Gebäude für Rollstuhlfahrer zugänglich mit barrierefreiem WC
 
 
 
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