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Politik und Gesellschaft
 
Sa, 18.11.2017, 16.00 Uhr, Internat. Zirkel, Schulstr. 5, 95444 Bayreuth
 
 Die Oktoberrevolution 1917...
 ...und ihre Auswirkungen auf den wiederentstandenen polnischen Staat
 
Referent Lukas Moj
 
 Am 07. November 2017 jährte sich die Oktoberrevolution zum 100sten Male. Ein Ereignis, das Weltgeschichte schrieb und dessen Folgen mehr als siebzig Jahre den Globus in zwei gegnerische Lager gespaltet hat.

Der Historiker Lukas Moj (https://issuu.com/zeitreisen-blog), geboren 1979 in Deutsch Piekar, einem Ort, der 1917 nur wenige Kilometer von der damaligen deutsch-russischen Grenzen lag, beleuchtet an diesem Nachmittag das spannende und konfliktbehaftete Verhältnis zwischen Polen und Russland am Anfang des 20. Jahrhunderts.

Im 20. Jahrhundert feierte man in Moskau und im restlichen Ostblock diesen Wendepunkt als die Große Sozialistische Revolution. Heute tut sich das postkommunistische Russland schwer mit dem Andenken an dieses Ereignis. Einerseits war der Sturz der bürgerlichen Regierung eine Art Gründungsakt der späteren Sowjetunion, die bis 1991 das Weltgeschehen mitbestimmte. Andererseits war es ein Bruch mit der Geschichte und Traditionen des zaristischen Russlands, an dessen Glanz und Gloria die neuen Machthaber im Kreml jetzt anknüpfen möchten. Der Adel wurde hinweggefegt, die orthodoxe Kirche, die als die Seele Russlands galt, zur Machtlosigkeit verdammt, und das Russische Imperium seinem Untergang preisgegeben.

Einst zwischen 1795 und 1918 gehörte der größte Teil des geteilten Polens, das sogenannte Kongresspolen, zum Vielvölkerreich des Zaren.

Das Augenmerk des Referenten richtet er vor allem auf die Auseinandersetzung um den Osten Europas, in dem Józef Pilsudski (1867-1935), Polens starker Mann, auf den Trümmern des Russischen Reiches, eine Föderation freier Staaten zwischen dem Baltikum und dem Schwarzen Meer errichten möchte. Auch wenn dieses Projekt, das unter dem Namen Intermarium (dt. Zwischenmeer) in die Geschichte einging, nicht verwirklicht wurde, so erlebte diese politische Idee vor kurzem eine Wiedergeburt. Unter dem Schlagwort "Drei-Meere-Initiative" arbeitet Warschau jetzt an einer Kooperation von Staaten zwischen Adria, Ostsee und dem Schwarzen Meer. Am zweiten Kongress dieser Initiative, im Sommer 2017, nahm auch der US-amerikanische Präsident Donald Trump teil.
 
Referent: Lukas Moj, Historiker, München
Kosten: Eintritt frei, Spenden erwünscht
Kooperation: Deutsch-Polnische Gesellschaft Bayreuth (DPG)
 
 
 
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